Vorsorge · Pflege

Pflegezusatzversicherung: die Lücke ist der Eigenanteil

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkostenversicherung. Sie zahlt feste Beträge je Pflegegrad, alles darüber trägt der Pflegebedürftige selbst – und wenn Rente und Vermögen nicht reichen, greifen Sozialhilfe und unter Umständen die Unterhaltspflicht der Kinder.

Die Zusatzversicherung schließt diese Lücke ganz oder teilweise. Welche Bauform passt, hängt davon ab, ob du planbare Zahlungen willst oder eine Abrechnung nach Kosten.

Hände zweier Generationen, ruhiger Moment
Kurz gefasst
Der Eigenanteil im Hamburger Heim liegt regelmäßig über 2.500 Euro im Monat.
Tagegeld ist frei verwendbar, der Kostentarif rechnet nach Belegen ab.
Demenz muss gleichwertig bewertet sein.
Zwischen 40 und 55 ist der übliche Zeitpunkt.

Fragen und Antworten

Wie groß ist die Pflegelücke?

Sie ergibt sich aus den tatsächlichen Kosten am Wohnort minus Leistung der Pflegekasse minus eigene Rente. Deshalb rechnen wir mit regionalen Heimkosten, nicht mit Durchschnittswerten.

Ab welchem Alter sollte man abschließen?

Zwischen 40 und 55 ist der übliche Zeitpunkt. Früher ist der Beitrag niedrig, später wird die Gesundheitsprüfung zum Problem.

Tagegeld oder Kostentarif?

Tagegeld ist frei verwendbar und passt, wenn Angehörige pflegen. Der Kostentarif greift, wenn professionelle Pflege im Vordergrund steht. Beides ist kombinierbar.

Was ist mit der Unterhaltspflicht der Kinder?

Seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz greift sie erst ab 100.000 Euro Jahresbruttoeinkommen je Kind. Wer darüber liegt, haftet weiterhin.

Redaktion und Prüfung

Verfasst und geprüft von Dennis Lobeck, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO. Zuletzt geprüft: 2. September 2026.

Diese Seite informiert über Leistungsumfang und Bausteine dieser Versicherung. Sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen deines Vertrags.

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