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Familie · Depot

Beim Kinderdepot entscheidet nicht der Fonds, sondern der Name auf dem Konto.

Ein Depot für ein Kind kann auf den Namen des Kindes oder auf deinen laufen. Beides ist zulässig, und beides hat Folgen, die sich später nur mit Aufwand korrigieren lassen.

Daran hängen drei Dinge: wem das Geld rechtlich gehört, wer ab 18 darüber verfügt und wessen Freibeträge für die Erträge gelten.

Sparschwein und Tablet mit Depotübersicht auf einem Holztisch im Kinderzimmer
Kurz gefasst
Ein Depot auf den Namen des Kindes gehört rechtlich dem Kind. Du verwaltest es nur.
Mit Eintritt der Volljährigkeit verfügt das Kind allein über das Vermögen.
Geld aus einem Depot des Kindes darf nur für das Kind verwendet werden, nicht für Familienausgaben.
Ein Depot auf deinen Namen bleibt flexibel, die Erträge laufen aber über deine Freibeträge.
Kinder haben eigene steuerliche Freibeträge. Ob und wie sie in deinem Fall greifen, klärt die Steuerberatung.
Eigenes Vermögen des Kindes kann bei einkommens- oder vermögensabhängigen Leistungen und in der Familienversicherung eine Rolle spielen. Kläre das vor größeren Einzahlungen bei der zuständigen Stelle. Stand: 14. September 2026.

Die eigentliche Entscheidung

Wer regelmäßig für ein Kind spart, hat einen Vorteil, den niemand kaufen kann: achtzehn Jahre oder mehr Anlagehorizont. Über diesen Zeitraum relativieren sich Schwankungen, und die Wiederanlage der Erträge wirkt. Deshalb ist die Produktfrage die leichtere. Ein breit streuender, kostengünstiger Sparplan erledigt das.

Die schwierigere Frage ist der Name auf dem Depot. Läuft es auf das Kind, ist die Einzahlung rechtlich eine Schenkung. Das Geld gehört dem Kind, du verwaltest es als Sorgeberechtigter und darfst es nur im Interesse des Kindes verwenden. Mit Eintritt der Volljährigkeit endet deine Verwaltung, und das Kind entscheidet allein – über den Betrag und über die Verwendung.

Läuft das Depot auf deinen Namen, behältst du die Kontrolle in jeder Hinsicht. Du kannst jederzeit entnehmen, umschichten oder den Zweck ändern. Dafür zählen die Erträge steuerlich dir, und das Kind hat keinen Anspruch darauf. Beides kann die richtige Wahl sein. Falsch ist nur, die Entscheidung nicht bewusst zu treffen.

Die beiden Varianten im Vergleich

Depot auf das KindDepot auf dich
EigentumDas KindDu
Verwaltung bis 18Sorgeberechtigte, nur im Interesse des KindesDu, uneingeschränkt
Verfügung ab 18Das Kind alleinDu
Verwendung des GeldesNur für das KindFrei
Erträge steuerlichDem Kind zugerechnet, eigene FreibeträgeDir zugerechnet, deine Freibeträge
Späterer WechselRückübertragung an die Eltern ist regelmäßig nicht möglichÜbertragung auf das Kind ist eine Schenkung
NebenwirkungenEigenes Vermögen des Kindes kann bei anderen Leistungen berücksichtigt werdenKeine
Passt, wenndas Geld verlässlich beim Kind landen solldu flexibel bleiben und selbst entscheiden willst

Was in der Praxis schiefgeht

Vier Muster, die wir regelmäßig sehen.

Produkt
Kinderpolice statt Sparplan

Bei Versicherungsmänteln trägt der Sparanteil über viele Jahre die Kosten des Vertrags. Ein Sparplan im Depot ist günstiger und flexibler. Ausnahmen gibt es, sie sind aber begründungspflichtig.

Name
Depot auf das Kind, Geld für die Eltern gedacht

Wenn das Geld eigentlich als Rücklage der Familie gedacht ist, gehört es nicht auf den Namen des Kindes. Eine Rückübertragung ist regelmäßig nicht möglich.

Dritte
Einzahlungen von Großeltern ohne Absprache

Mehrere Einzahler auf dasselbe Depot führen zu unklaren Verhältnissen. Besser vorher klären, wer was einzahlt und mit welcher Absicht.

Ziel
Umschichtung kurz vor dem Ziel vergessen

Wer das Geld zum 18. Geburtstag braucht, sollte das Risiko in den letzten Jahren reduzieren. Sonst entscheidet der Kurs am Stichtag.

So gehen wir vor

1
Ziel und Zeitpunkt klären

Ausbildung, Führerschein, erste Wohnung, Startkapital ohne festen Termin. Davon hängt alles Weitere ab.

2
Name entscheiden

Wir gehen die Folgen beider Varianten mit dir durch, damit die Entscheidung bewusst fällt und nicht nebenbei.

3
Depot eröffnen und Sparplan aufsetzen

Breit gestreut, kostengünstig, in der gewählten Eigentumsform. Der Betrag ist weniger wichtig als die Regelmäßigkeit.

4
Vor dem Ziel anpassen

Nähert sich der Verwendungszeitpunkt, reduzieren wir das Schwankungsrisiko schrittweise.

Keine Steuer- und keine Rechtsberatung

Wir sind Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 GewO. Zu Schenkung, Freibeträgen, Verwaltungspflichten und der Berücksichtigung von Kindesvermögen bei anderen Leistungen informieren wir, beraten aber nicht. Das gehört zur Steuerberatung oder zur Rechtsberatung. Verbindlich sind die Auskünfte der zuständigen Stellen.

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Sag uns, für welches Ziel du sparst und wie alt das Kind ist. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einem Terminvorschlag.

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Bitte versuche es noch einmal. Wenn es weiterhin scheitert, erreichst du uns direkt unter 040 74 123 0800 oder info@alvinex.de. Deine Eingaben bleiben stehen.
Mit dem Senden stimmst du zu, dass wir dich zur Beantwortung deiner Anfrage kontaktieren.

Fragen und Antworten

Depot auf das Kind oder auf mich?

Auf das Kind ist steuerlich meist günstiger, auf dich flexibler. Der entscheidende Unterschied: Mit 18 verfügt das Kind über sein Vermögen allein.

Kann ich das Geld vorher entnehmen?

Bei einem Depot auf deinen Namen ja. Bei einem Depot auf das Kind darf das Geld nur für das Kind verwendet werden.

Kann ich die Entscheidung später ändern?

Von dir auf das Kind ja, das ist eine Schenkung. Umgekehrt regelmäßig nicht: Was dem Kind gehört, bleibt beim Kind.

Wie viel sollte ich sparen?

Weniger wichtig als die Frage, ob es regelmäßig läuft. Auch kleine Beträge ergeben über achtzehn Jahre eine relevante Summe.

Lohnt eine Kinderpolice?

Selten. Der Sparanteil trägt die Kosten des Versicherungsmantels über viele Jahre. Ein Sparplan im Depot ist günstiger und flexibler.

Wirkt sich ein Kinderdepot auf BAföG oder die Familienversicherung aus?

Eigenes Vermögen und eigene Einkünfte des Kindes können bei einkommens- oder vermögensabhängigen Leistungen berücksichtigt werden. Wie das in deinem Fall wirkt, sagt dir die zuständige Stelle verbindlich.

Können Großeltern einzahlen?

Ja. Wir empfehlen, vorher zu klären, wer einzahlt und mit welcher Absicht, damit die Verhältnisse eindeutig bleiben.

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Kindervorsorge Der Überblick über das Sparen für Kinder. Depot eröffnen Direkt online, mit Sparplan ab kleinen Beträgen. Vermögensaufbau Breit gestreut anlegen, für dich und die Familie.
Redaktion und Prüfung

Verfasst und geprüft von Dennis Lobeck, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO und Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 GewO. Zuletzt geprüft: 14. September 2026.

Diese Seite informiert über Bausteine des Vermögensaufbaus. Sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall, keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Hinweis auf künftige Entwicklungen.

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