Dein Arbeitgeber bietet Entgeltumwandlung an und du sollst entscheiden. Diese Seite erklärt, was mit deinem Gehalt passiert, was am Ende herauskommt und wo die Nachteile liegen. Ohne Verkaufsdruck.
Drei Schritte, jeden Monat.
Ein Betrag, den du festlegst, wird vor Steuern und Sozialabgaben von deinem Bruttogehalt abgezogen und in einen Vorsorgevertrag eingezahlt. Bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze bleiben steuerfrei, 2026 sind das 8.112 € im Jahr, davon 4.056 € auch sozialabgabenfrei.
Weil der Betrieb bei deiner Umwandlung Sozialabgaben spart, muss er nach § 1a Abs. 1a BetrAVG mindestens 15 % deines Umwandlungsbetrags zuschießen. Viele Betriebe geben mehr. Das ist Geld, das du ohne Umwandlung nicht bekommst.
Weil der Abzug vor Steuern und Abgaben greift, kostet dich ein Beitrag von 100 € netto deutlich weniger als 100 €. Wie viel genau, hängt von deinem Steuersatz und deiner Krankenversicherung ab. Der Rechner zeigt es für deine Zahlen.
Beides gehört zur Entscheidung.
Der Zuschuss des Arbeitgebers von mindestens 15 %. Die Förderung beim Einzahlen, weil Steuer und Abgaben zunächst entfallen. Kollektive Konditionen, die du privat meist nicht bekommst. Umgewandelte Beträge sind sofort unverfallbar, sie gehören dir von der ersten Einzahlung an.
Die Rente wird später voll versteuert und ist in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragspflichtig. Der sozialabgabenfreie Teil der Umwandlung senkt minimal deine gesetzliche Rente. Und das Geld ist gebunden: vor dem Rentenalter kommst du nicht heran.
Nachgelagerte Besteuerung, kurz erklärt.
Was beim Einzahlen steuer- und abgabenfrei bleibt, wird beim Auszahlen herangezogen. Die Betriebsrente gehört nach § 22 Nr. 5 EStG zu den sonstigen Einkünften und wird mit deinem persönlichen Steuersatz im Ruhestand versteuert. Wer im Alter einen niedrigeren Steuersatz hat als im Berufsleben, gewinnt an dieser Stelle.
Bist du im Ruhestand gesetzlich krankenversichert, fallen auf die Betriebsrente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Es gibt einen Freibetrag; erst darüber wird es beitragspflichtig. Bei privat Versicherten entfällt das. Diesen Punkt sollte man kennen, bevor man unterschreibt, nicht danach.
Ob sich die Umwandlung für dich rechnet, hängt an drei Größen: dem Zuschuss deines Arbeitgebers, deinem heutigen Steuer- und Abgabensatz und der Qualität des angebotenen Vertrags. Die ersten zwei kannst du selbst nachrechnen, beim dritten sehen wir mit dir hin.
Der Vertrag ist nicht verloren.
Umgewandelte Beträge sind sofort unverfallbar. Beim Wechsel hast du drei Möglichkeiten: den Vertrag beitragsfrei stellen und liegen lassen, ihn privat mit eigenen Beiträgen weiterführen, oder den Übertragungswert nach § 4 BetrAVG zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Der Anspruch auf Übertragung gilt innerhalb eines Jahres nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses.
Welche Variante die richtige ist, entscheidet der Vertrag, nicht die Regel. Ein alter Tarif mit hohem garantierten Rentenfaktor bleibt besser stehen, als er übertragen wird. Wir sehen uns die Police an, bevor etwas unterschrieben wird.
Schick uns das Angebot deines Arbeitgebers oder erzähl kurz, was dir vorliegt. Wir sagen dir, was es wert ist.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei dir.
Die Fragen, die Mitarbeitende uns dazu stellen.
Nein. Niemand kann dich zur Entgeltumwandlung verpflichten. Umgekehrt hast du nach § 1a BetrAVG einen Anspruch darauf: Wenn du willst, muss dein Arbeitgeber bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze umwandeln, 2026 also bis 4.056 € im Jahr.
Mindestens 15 % deines Umwandlungsbetrags, wenn der Arbeitgeber dadurch Sozialabgaben spart. Das steht in § 1a Abs. 1a BetrAVG und gilt seit 2022 auch für Zusagen, die vorher abgeschlossen wurden. Höhere Zuschüsse sind freiwillig und verbreitet.
Fällt das Entgelt weg, fällt auch die Umwandlung weg. Der Vertrag kann beitragsfrei ruhen oder du zahlst privat weiter. Beides sollte vorher geklärt sein, damit kein Risikoschutz im Vertrag unbemerkt entfällt.
In der Regel nicht. Betriebliche Altersversorgung ist für den Ruhestand gebunden, in den meisten Verträgen ab 62. Eine Abfindung kleiner Anwartschaften ist nach § 3 BetrAVG nur in engen Grenzen möglich. Wer flexibel bleiben will, sollte das bei der Höhe berücksichtigen.
Der sozialabgabenfreie Teil der Umwandlung senkt dein rentenversicherungspflichtiges Entgelt und damit geringfügig deine späteren Rentenpunkte. In den meisten Fällen wiegt der Zuschuss des Arbeitgebers das mehr als auf. Der Rechner zeigt beide Seiten.
Verfasst und geprüft von Dennis Lobeck, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO und Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 GewO. Zuletzt geprüft: 7. September 2026.
Diese Seite informiert über Entgeltumwandlung nach dem Betriebsrentengesetz. Sie ersetzt keine Steuerberatung und keine Rentenberatung. Für deine konkrete Rentenauskunft ist die Deutsche Rentenversicherung zuständig.