Versicherer wollen leisten – und trotzdem wird gestritten, weil der Grad der Berufsunfähigkeit eine Bewertungsfrage ist. Wer dann einen Anwalt braucht, braucht auch jemanden, der ihn bezahlt.
Der entscheidende Punkt ist die Reihenfolge: Nach der Ablehnung ist der Rechtsschutz nicht mehr abschließbar.
Berufsunfähigkeit ist keine Diagnose, sondern ein Grad: mindestens 50 Prozent, gemessen an deiner konkreten Tätigkeit. Genau in dieser Messung liegt der Spielraum. Die zweithäufigste Ablehnung ist die Feststellung, der Grad sei nicht erreicht – das ist keine medizinische Aussage, sondern eine Bewertung. Bewertungen lassen sich bestreiten, und dazu braucht es einen Anwalt.
Verhältnis anerkannter zu beantragten Leistungsfällen. Bei den erfassten Gesellschaften reichte sie von 56,52 bis 92,84 Prozent – ein Viertel bis ein Drittel der Anträge wird also nicht anerkannt.
Verhältnis verlorener Prozesse zu den abgelehnten Fällen. Meist im unteren einstelligen Bereich, in Einzelfällen über acht Prozent. Wer klagt, hat also durchaus Aussichten – wenn er es sich leisten kann.
Quelle: Morgen&Morgen, Stand 2014. Die Rangfolge kann sich seither verändert haben. Die Einzelwerte je Gesellschaft stehen auf der Leistungsfall-Seite.
Der Baustein für den Streit mit dem eigenen Versicherer. Ohne ihn nützt eine Rechtsschutzpolice im BU-Fall wenig – genau das ist der häufigste Irrtum.
Für Verfahren vor den Sozialgerichten, etwa um die Erwerbsminderungsrente. Viele BU-Fälle laufen parallel dazu.
Wenn nach langer Krankheit das Arbeitsverhältnis in Frage steht. Der BU-Fall und die Kündigung kommen oft im selben Halbjahr.
Rechtsschutzverträge sehen eine Wartezeit vor und decken keine Fälle, die vorher eingetreten sind. Wer nach dem Ablehnungsschreiben abschließt, zahlt Beiträge für einen Fall, der nicht mehr gedeckt ist. Der Baustein gehört also in dieselbe Runde wie die BU selbst – nicht in die Krise.
Manche Tarife schließen Streitigkeiten mit dem eigenen Versicherer aus oder decken sie nur eingeschränkt. Steht in den Bedingungen, nicht im Preisvergleich.
Sie beträgt je nach Tarif und Baustein üblicherweise mehrere Monate. Ein Streitfall, der vor Ablauf entsteht, ist nicht gedeckt.
Der Rechtsschutzfall entsteht nicht erst mit der Klage. Der Zeitpunkt entscheidet darüber, ob der Vertrag greift – deshalb ist die Reihenfolge so wichtig.
Sie senkt den Beitrag und fällt im Ernstfall pro Fall an. Bei einem BU-Streit ist sie im Verhältnis zum Streitwert meist nebensächlich.
Bei hohen Streitwerten – und eine BU-Rente über viele Jahre ist ein hoher Streitwert – lohnt der Blick auf die Obergrenze.
Rechtsschutz zahlt den Anwalt. Wir sorgen dafür, dass es gar nicht so weit kommt.
Du meldest den Leistungsfall bei uns. Wir schicken dir die Fragebögen, du füllst sie selbst aus, wir leiten sie an den Versicherer weiter.
Wir unterstützen dich beim Ausfüllen und erklären die Fragen im Detail, damit keine ungewollte Lücke entsteht. Rechtsberatung ist das ausdrücklich nicht.
Wir organisieren die Anbindung an die Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte, die auf Versicherungsrecht spezialisiert ist. Du musst dich nicht selbst kümmern.
Für Betriebe, Praxen und Selbständige, mit gewerblichem Schadenservice.
Der kostenfreie Leistungsservice der Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte gilt für den ersten Leistungsantrag und nur für Verträge, die über uns laufen. Er deckt Leben, Kranken und Sach ab. Ob dein Vertrag die Voraussetzungen erfüllt, sagen wir dir auf Nachfrage.
Wir prüfen, ob dein bestehender Rechtsschutz den Streit mit dem eigenen Versicherer überhaupt abdeckt – und wenn nicht, was der passende Baustein kostet.
Gute Bedingungen senken das Risiko einer Auseinandersetzung, sie schließen sie nicht aus. Auch bei sauberen Verträgen wird über den Grad der Berufsunfähigkeit gestritten, weil er sich nicht objektiv messen lässt.
Nein. Ein bereits eingetretener Rechtsschutzfall ist nicht versicherbar. Deshalb gehört dieser Baustein zur Vorsorge, nicht zur Krisenreaktion.
Der deckt den ersten Leistungsantrag ab und gilt für Verträge, die über uns laufen, in den Sparten Leben, Kranken und Sach. Er ersetzt keine Rechtsschutzversicherung für ein gerichtliches Verfahren.
Die Prozessquote setzt verlorene Prozesse zu den abgelehnten Fällen ins Verhältnis. Bei den meisten Gesellschaften liegt sie im unteren einstelligen Bereich, in Einzelfällen deutlich höher. Die Zahlen findest du auf der Leistungsfall-Seite.
Das hängt vom Tarif ab. Verfahrenskosten umfassen häufig Gerichts-, Anwalts- und Zeugenkosten sowie Gutachten, die das Gericht anordnet. Maßgeblich sind die Bedingungen deines Vertrags.
Dort besonders, weil parallel oft betriebliche Fragen mitlaufen. Für Betriebe ist der Firmen-Rechtsschutz der richtige Rahmen.
Verfasst und geprüft von Dennis Lobeck, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO. Zuletzt geprüft: 10. September 2026.
Diese Seite informiert über Rechtsschutzbausteine im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen deines Vertrags.