Besichtigung: 45 Minuten, die viel Geld bewegen
Eine Besichtigung dauert selten länger als eine Stunde und entscheidet über eine Investition auf zwanzig Jahre. Wer weiß, wohin er schaut, sieht in dieser Zeit genug.
Reihenfolge: von unten nach oben
Bring eine Taschenlampe, ein Maßband und dein Handy für Fotos mit. Fotografiere Typenschilder von Heizung und Zähler, das erspart später jede Rückfrage.
Die Fragen, die man stellen muss
Unterlagen, die vor dem Gebot vorliegen sollten
Zweite Besichtigung immer bei anderem Wetter und anderer Tageszeit. Regen zeigt, was ein sonniger Nachmittag verbirgt, und Verkehrslärm klingt morgens anders.
Bei ernstem Interesse lohnt ein Bausachverständiger für einige hundert Euro. Verglichen mit dem Kaufpreis ist das eine Rundungsdifferenz, verglichen mit einer feuchten Kellerwand nicht.
Was du nicht selbst beurteilen musst
Statik, Feuchtigkeitsursachen, Schadstoffe in Altbauten und der Zustand einer Elektroanlage sind Fachfragen. Deine Aufgabe bei der Besichtigung ist nicht die Diagnose, sondern der Verdacht. Wo einer entsteht, kommt jemand mit, der es beurteilen kann.
Quellen: Gebäudeenergierecht zur Vorlagepflicht des Energieausweises, Wohnungseigentumsgesetz zu Unterlagen der Eigentümergemeinschaft, Stand August 2026. Dieser Ratgeber ist eine Einordnung nach bestem Wissen, keine Rechts- oder Steuerberatung.
