Unbedenklichkeitsbescheinigung: der letzte Schritt ins Grundbuch
Zwischen Notartermin und Eigentumsumschreibung liegen meist zwei bis vier Monate. Der Grund ist ein Blatt Papier vom Finanzamt, das erst kommt, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt ist.
Der Ablauf in fünf Schritten
Was die Auflassungsvormerkung leistet
Sie ist die Sicherung des Käufers in der Zwischenzeit. Solange sie im Grundbuch steht, kann der Verkäufer die Immobilie nicht an einen Dritten übertragen oder zusätzlich belasten. Der Käufer ist noch nicht Eigentümer, aber sein Anspruch ist geschützt. Deshalb wird der Kaufpreis üblicherweise erst fällig, wenn die Vormerkung eingetragen ist und weitere Voraussetzungen aus dem Vertrag erfüllt sind.
Wo es sich verzögert
Halte die Grunderwerbsteuer als Liquidität bereit, getrennt vom übrigen Eigenkapital. Sie wird zu einem Zeitpunkt fällig, an dem oft parallel Umzug und erste Rechnungen anstehen.
Der Besitzübergang, also Schlüssel, Nutzen und Lasten, wird im Kaufvertrag geregelt und liegt meist vor der Eigentumsumschreibung. Wohnen kannst du also früher als das Grundbuch dich nennt.
Quellen: Grunderwerbsteuergesetz, Grundbuchordnung, Bürgerliches Gesetzbuch zur Vormerkung, Stand August 2026. Dieser Ratgeber ist eine Einordnung nach bestem Wissen, keine Rechts- oder Steuerberatung.
