176.000 neue Erwerbsminderungsrenten: der höchste Wert seit zwölf Jahren
Fast 176.000 Menschen haben 2025 erstmals eine Erwerbsminderungsrente erhalten. Das ist der höchste Wert seit zwölf Jahren, und der häufigste Grund ist keine körperliche Erkrankung.
Was die Zahlen sagen
Die Deutsche Rentenversicherung hat für 2025 knapp 176.000 neue Erwerbsminderungsrenten bewilligt. Das berichtet das VersicherungsJournal unter Berufung auf die aktuelle Statistik. Es ist der höchste Zugang seit zwölf Jahren.
Der Hauptgrund sind psychische Erkrankungen. Sie liegen inzwischen deutlich vor Erkrankungen des Skeletts und des Bindegewebes, die früher an der Spitze standen. Bei Männern verteilen sich die Ursachen etwas anders als bei Frauen, aber die Reihenfolge bleibt.
Warum das kein beruhigendes Signal ist
Man könnte die Zahl als Zeichen lesen, dass das soziale Netz greift. Wer genauer hinsieht, kommt zum Gegenteil. Die Erwerbsminderungsrente ist ein Auffangnetz mit sehr weiten Maschen, und die steigende Zahl der Fälle heißt vor allem: Es passiert häufiger, als die meisten glauben.
Wichtig ist der Prüfmaßstab. Die gesetzliche Rente fragt nicht, ob du deinen Beruf noch ausüben kannst, sondern ob du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt überhaupt noch arbeiten kannst. Wer täglich drei bis unter sechs Stunden schafft, bekommt die halbe Rente. Erst unter drei Stunden gibt es die volle.
Die durchschnittliche volle Erwerbsminderungsrente liegt bei gut 1.000 Euro im Monat. Für die halbe reicht es oft nicht einmal dafür. Wer heute 3.000 Euro netto verdient, fällt damit auf etwa ein Drittel seines Einkommens.
Was psychische Erkrankungen für Anträge bedeuten
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Quelle: VersicherungsJournal, 27. August 2026, auf Basis der Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Dieser Beitrag ist eine eigene Einordnung, keine Wiedergabe des Artikels.