Vermögen
1. September 2026
3 Minuten
Inflation zieht auf 2,9 Prozent an
Die Inflation in Deutschland zieht im August auf 2,9 Prozent an. Vor allem deutlich höhere Kosten für Sprit und Heizöl treiben die Preise.
Bildplatz: Einkauf oder Tankstelle, ruhiger Alltagsmoment mit Preisbezug
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Die Zahl
2,9 Prozent im August, getrieben von Kraftstoff und Heizöl. Das liegt deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent, und Energiepreise wirken erfahrungsgemäß mit Verzögerung in andere Preise hinein.
Was das für dein Geld heißt
Guthaben auf dem Tagesgeldkonto verliert real, wenn der Zins unter der Inflationsrate liegt. Für die Rücklage ist das in Kauf zu nehmen, für langfristiges Geld nicht.
Bei Sparplänen ändert eine höhere Inflation nichts an der Strategie, aber viel an der Zielsumme. Wer 2.000 Euro Rente in heutiger Kaufkraft plant, braucht in 30 Jahren deutlich mehr.
Feste Versicherungssummen verlieren still an Wert. Bei der Berufsunfähigkeitsrente und der Risikolebensversicherung ist eine Dynamik dafür gedacht – sie muss aber vereinbart und genutzt sein.
In der Wohngebäudeversicherung passen sich Summen über den Baupreisindex an. Deshalb steigt der Beitrag, und deshalb ist Unterversicherung dort selten das Problem. Bei Hausrat schon.
Unsere Einordnung
Eine einzelne Monatszahl ist kein Grund, etwas umzustellen. Sie ist ein guter Anlass, zwei Dinge zu prüfen: ob die Rücklage die richtige Größe hat und ob die vereinbarten Versicherungssummen noch zum heutigen Bedarf passen. Beides kostet nichts außer einer halben Stunde.
Quelle: DIE WELT, 1. September 2026. Dieser Beitrag ist eine eigene Einordnung, keine Wiedergabe des Artikels.