Früher in Rente, künftig mit Abschlag
Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren soll abgeschafft werden. Kanzler Merz hat Übergangszeiten in Aussicht gestellt, Änderungen am Konzept sind nicht ausgeschlossen.
Worum es geht
Wer 45 Beitragsjahre zusammenhat, kann derzeit vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, ohne Abschläge zu zahlen. Diese Möglichkeit steht nach Berichten der Tagesschau zur Abschaffung an. Über Übergangsregelungen wird noch verhandelt.
Parallel meldet die Deutsche Rentenversicherung, dass die Mehrheit der Neurentner ohnehin vorzeitig in den Ruhestand geht. Wer künftig früher aufhört, muss die Abschläge also selbst tragen.
Was ein Abschlag kostet
Der Abschlag bei vorzeitigem Rentenbeginn beträgt 0,3 Prozent pro Monat und gilt dauerhaft, nicht nur bis zur Regelaltersgrenze. Zwei Jahre früher bedeuten damit 7,2 Prozent weniger Rente, jeden Monat, lebenslang.
Diese Lücke lässt sich privat schließen. Je früher damit begonnen wird, desto kleiner ist der monatliche Aufwand.
Was jetzt zu tun ist
Wir rechnen deinen Rentenbeginn mit und ohne Abschlag durch und zeigen, was das für dein Netto bedeutet. Der Rentenschätzer auf dieser Seite liefert die Ausgangszahl in wenigen Minuten.
Wenn du kurz vor der Entscheidung stehst: Melde dich, bevor der Antrag rausgeht. Danach ist der Abschlag festgeschrieben.
Quelle: Tagesschau, 28. August 2026, sowie eine Meldung des VersicherungsJournals zu Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Dieser Beitrag ist eine eigene Einordnung.