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Vorsorge 1. September 2026 3 Minuten

Alarmstufe Rot: Den Pflegekassen geht ab Oktober das Geld aus

GKV-Chef Oliver Blatt warnt vor einem Milliardenloch in der Pflegeversicherung. Ohne politische Entscheidung fehlt ab Oktober Geld – und unpopuläre Beschlüsse stehen an.

Angehörige im Gespräch über Pflege am Küchentisch

Worum es geht

Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, warnt laut einem Bericht der Welt vor einem Milliardenloch in der Pflegeversicherung und spricht von „Alarmstufe Rot“. Reagiert die Politik nicht, fehlt der Pflegeversicherung ab Oktober Geld. Welche Entscheidung dann fällt – höhere Beiträge, ein Steuerzuschuss oder gedeckelte Leistungen – ist offen.

Für die eigene Planung ändert das an einem Punkt nichts: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkostenversicherung. Sie zahlt feste Beträge je Pflegegrad, alles darüber trägt der Pflegebedürftige selbst. An dieser Konstruktion würde auch eine Beitragserhöhung nichts ändern.

Was das für dich bedeutet

Eine Finanzlücke wird über Beiträge, Steuern oder Leistungen geschlossen. Alle drei Wege gehen zulasten der Versicherten, und keiner davon macht die eigene Lücke kleiner.
Private Pflegevorsorge wird mit jedem Lebensjahr teurer, und die Gesundheitsprüfung ist in dieser Sparte streng. Wer wartet, bis die Reform steht, zahlt mehr und wird häufiger abgelehnt.
Bestehende Verträge lohnen einen Blick: Leistet der Tarif ab Pflegegrad 2, zählen demenzielle Erkrankungen voll mit, gibt es eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall? Das sind die häufigsten Schwachstellen.
Ein Pflegetagegeld ist frei verwendbar. Es federt auch den Teil ab, der nicht in der Heimrechnung steht: Angehörige, die beruflich zurückstecken.
Unsere Einordnung

Reformdebatten in der Pflege laufen seit Jahrzehnten. Die Vorsorge daran aufzuhängen, hat noch niemandem geholfen. Zwischen 40 und 55 ist der übliche Zeitpunkt, das Thema anzugehen – und nicht die ganze Lücke muss versichert werden.

Wir rechnen mit den echten Heimkosten in Hamburg und im Kreis Pinneberg und sagen auch, wenn Rücklagen und Immobilie ausreichen.

Dennis Lobeck, Versicherungsmakler bei ALVINEX in Hamburg
Dennis Lobeck
Versicherungsmakler bei ALVINEX, Hamburg. Fragen dazu? 040 74 123 0800

Quelle: DIE WELT, 1. September 2026. Dieser Beitrag ist eine eigene Einordnung, keine Wiedergabe des Artikels.

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